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AKTUELL:
Vorankündigungen
Mitgliederversammlung der Hiller-Gesellschaft
Unsere diesjährige MV findet am Samstag,
16.Juni im Hotel Alt-Berlin, Postdamer Strasse statt, 14-17 Uhr. Es wird ein
Rahmenprogramm geben, mit Lesung aus dem "Kondor", aber natürlich
auch die MV mit Neuwahl des Vorstandes. Gäste sind herzlich willkommen.
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"Sich fügen heißt lügen."
Leben zwischen Gewalt und Widerstand.
23. Jahrestagung der Erich-Mühsam-Gesellschaft
18. -20. Mai 2012/Gustav-Heinemann Bildungsstätte, Malente
Ausgehend von Erich Mühsam, werden weitere, nicht nur zeitgenössische,
Schriftsteller zu Wort kommen. Chris Hirte und Conrad Piens, denen die Veröffentlichung
der Mühsam-Tagebücher (als Druck- sowie als online-Version) zu danken
ist, werden ihr Projekt und dessen Umfang vorstellen. Eröffnet wird die
Tagung durch ein musikalisch-literarisches Ensemble aus Berlin. Karl August
Varnhagen, dessen Tagebücher (u. a. über die 1848er Revolution) von
großer literarischer und sozialpolitischer Bedeutung sind, steht für
ein Schriftsteller-Schicksal des 19. Jahrhunderts. In seinem 1. Tagebuch-Band
nimmt Erich Mühsam Bezug auf diese Auf-zeichnungen. Peter Hille, Martin
Andersen Nexö und Kurt Hiller, Zeitgenossen, zu denen Mühsam sehr
unterschiedliche Beziehungen unterhielt, stellen Beispiele für Lebensentwürfe
des 20. Jahrhunderts dar. Ebenso Hans Fallada, dessen letzter Roman "Jeder
stirbt für sich allein" posthum 2011 einen sensationellen Erfolg
erlebte. Die irische Germanistin Jenny Williams, Au-torin der Fallada-Biographie
"Mehr Leben als eins", erschließt spannend und liebevoll sein
Schicksal, das - wie das Schicksal der anderen genannten Autoren - von der
Gewalt durch Kriege geprägt wurde.
Vorläufiges Programm:
- Musikalisch-literarischer Abend mit Isabel Neuenfeldt, Susanne Misere und
Peter Bäß
- Chris Hirte und Conrad Piens über Erich Mühsam
- Nikolaus Gatter über Karl August Varnhagen
- Wolfgang Beutin über Kurt Hiller
- Jenny Williams über Hans Fallada
- Michael Kienecker über Peter Hille
- Günther Bruns über Martin Andersen Nexö
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Vortrag über Hiller - Armin T. Wegner
Am 24. und 25. März 2012 fand in Berlin ein Vortragswochenende statt,
ausgerichtet von der Armin T. Wegner Gesellschaft. Unter dem Titel: "In
alter Freundschaft und waffenloser Treue" (Zitat aus einem Buchwidmung
Wegners an Hiller) gab es neben Vorträgen auch Lesungen und Gespräche.
Dabei referierte die stellv. Vorsitzende der Wegner-Gesellschaft, Dr. Johanna
Wernicke-Rothmayer, über: "Der eine ist ein Weiser - der andere ein
Wanderer". Kurt Hiller und Armin T. Wegner.
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Salomo Friedlaender/Mynona: Der Schöpfer
und andereTexte. Band 13 der Mynona-Gesamtausgabe.
Hrsg.v. Harmut Geerken und Detlef Thiel.
Books on Demand, erhältlich bei Amazon, 540
S., 49,90 Euro.
Dieser 13.Band bringt Grotesken und andere Texte
Mynonas. Hier findet man auch den Text "Der lachende Hiob und andere Grotesken"
wieder veröffentlicht. Kurt Hiller, der mit Mynona schon zu Expressionismuszeiten,
aber auch im Exil in Kontakt war, ist in diesem Buch mit seiner Rezension der
Hiob-Schrift vertreten. Ausserdem findet sich ein Scan von Mynonas Widmungsexemplar
des "Hiob" an Hiller, mit dem 1935 geschriebenen Widmungstext "Vom
schlimmer als tot, nämlich lebendig begrabenen Mynona". Ferner enthält
der Band ein imaginäres Gespräch zwischen Hiller und Mynona über
Kant/Marx. Also nicht nur ein Buch für Mynona-Leser!
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Jules Siber: Seelenwanderung
Wiederveröffentlichung des Romans von 1913
mit einem Vorwort von Olaf n. Schwanke und einem Anhang
Männerschwarm Verlag Hamburg, Bibliothek
rosa Winkel Bd.57, 184 S., 16

Jules Siber (1871-1943) war Violinvirtuose und Schriftsteller.
Neben Romanen zu Paganini und Chopin verfasste er diesen homoerotischen Roman,
der als Privatdruck erschien und in den letzten Jahrzehnten als verschollen
galt.
Kurt Hiller hatte ihn 1914 im "Jahrbuch für sexuelle
Zwischenstufen" rezensiert, unter dem Titel: Wo bleibt der homoerotische
Roman? Im Werk von Jules Siber sah Hiller einen ersten Ansatz dazu.
Im Anhang dieser Wiederveröffentlichung ist u.a. Hillers
Rezension von damals abgedruckt.

Begleitband zur Hiller-Ausstellung in Hamburg
264 Seiten, mit 32 farbigen Abbildungen
Verlag Martin Klaußner, Fürth, 24

Zu allererst antikonservativ
2. erweitere Auflage mit Hör-CD
edition fliehkraft, 24,80
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Im Wallstein-Verlag Göttingen erschien der
Briefwechsel Paul Raabe / Kurt Hiller, hrsg.v. Ricarda Dick, 29,-

In einer vorbildlich edierten Ausgabe findet man
hier die 135 Briefe zwischen Hiller und Raabe aus dem Zeitraum 1959-1968, mit
Anmerkungen versehen.
Neben einer Einleitung von Ricarda Dick ist Hillers
zeitgenössischer Artikel "Die Jüngst-Berliner" als Reprint
abgedruckt. Dazu Hillers Rede "Begegnungen mit Expressionisten" aus
Marbach 1960, Hillers Typoskript "Gruß" aus Anlass des Reprints
der Zeitschrift "Die Aktion" und Paul Raabes hervorragend komprimierte
Abhandlung "Die Revolte der Dichter" über den frühen Expressionismus.
Ferner Raabes Würdigung zum 80.Geburtstag Hillers 1965 und ein Nachwort
Raabes zu dieser Edition.
Ein sehr empfehlenswertes Buch!


Der von-Bockel-Verlag in Neumünster brachte
zwei Neuerscheinungen auf den Markt.
Zum einen der angekündigte Reprint von Hillers
juristischer Dissertation aus dem Jahr 1908 "Das Recht über sich
selbst".
Das Buch ist eine feine Zusammenstellung von Materialien
zu diesem Buch. Neben einem Überblick über Hillers Leben und Werk
bringt es einen Artikel über Hillers Studium und Promotion, über
Resonanzen auf Hillers Erstlingswerk (darunter zeitgenössische Rezensionen
von Helene Stöcker, Gustav Radbruch und Eduard Kohlrausch) und zu guter
letzt den Reprint der Hillerschen Erstlingsschrift.
180 Seiten für Juristen, Schwulenforscher
und Literaturfreunde.
29,80 Euro
Zum anderen der Band "Hilleriana". Studien
zum Leben und Werk Kurt Hillers von Wolfgang Beutin.
Der Freund und Mitkämpfer Hillers in den
60er-Jahren Wolfgang Beutin, der die 1965er- und 1998er-Ausstellung zu Hiller
gestaltete, hat in den letzten Jahren eine Reihe von Vorträgen zu Kurt
Hiller auf Tagungen gehalten und publiziert.
In diesem Band sind die verstreut erschienenen
Artikel zusammengefasst:
Kurt Hiller und die Gründung des "Neuen
Clubs" von 1909. Ein Vortrag in den Hamburger Kammerspielen.
"Ich aber werde die Kraft haben, Sie nie
mehr zu hassen...": Phasen einer schwierigen Beziehung - Kurt Hiller und
Karl Kraus..
"Die entscheidenden Vorstöße befehligte
Kurt Hiller." - Ein Theoretiker der Berliner Moderne.
Kurt Hiller und der Beginn der faschistischen
Regierung in Deutschland 1933.
"Saß in seiner Höhle und wartete..."
- Kurt Hiller nach seiner Remigration und meine Zusammenarbeit mit ihm (1956-1967).
Kurt Hillers Mitarbeit am LYNX.
Im sehr inhaltsreichen Anhang finden sich folgende
Seltenheiten:
Würdigung Hillers von Wolfgang Beutin aus
dem "Vorwärts" 1960
Würdigungen Hillers aus der von Beutin herausgegebenen
Zeitschrift "Lynx" 1965
Würdigung Hillers von Beutin aus der Zeitschrift
"Aufbau (New York)" 1965
Ein Überblick Rolf von Bockels über
Hillers 80.Geburtstag 1965 in Hamburg
Ein Bericht von Bockels über Wolfgang Beutins
Hiller-Vortrag in den Hamburger Kammerspielen 2007
Ein Bericht von Bockels über den Hiller-Abend
in der Körber-Stiftung in Hamburg 2009
Ein rundum gelungenes Buch mit alten und neuen
Texten!
236 Seiten, ca. 25 Euro.
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100 Jahre "Der Neue Club"
Keimzelle des Literarischen Expressionismus
Im März 1909 gründeten in Berlin einige
junge Schriftsteller den "Neuen Club", der Vortragsabende, "Neopathetische
Cabarets", veranstaltete. Präsident des "Neuen Clubs" war
zunächst Kurt Hiller. Die Mitglieder dieser Vereinigung zählen heute
zu den renommierten Autoren des Literarischen Expressionismus.
Hier eine kleine Online-Präsentation zu diesem
Jubiläum.
100 Jahre
Der neue Club
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