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AKTUELL:
Soeben erschienen:

Schriften der Erich-Mühsam-Gesellschaft,
Heft 38: Zwischen Gewalt und Widerstand.
Band der Tagung der EMG 2012, u.a. mit einem Vortrag
von Wolfgang Beutin: Erich Mühsam und Kurt Hiller. Revolutionäre,
literarische Kontrahenten und Antifaschisten, in der Folterhölle vereint,
S.39-48.
Wolfgang Beutin zeigt die wechselseitige Rezeption
Mühsams und Hillers auf, beginnend mit Mühsams Kritik an Hillers
literarischemSchaffen im Expressionismus und endend mit Hillers Schilderung
von Mühsams Ermordung im KZ.

Alexander Gallus: Heimat "Weltbühne".
Eine Intellektuellengeschichte im 20. Jahrhundert. Wallstein Verlag Göttingen
2012, 421 S., 34,90
Der Rostocker Historiker Prof. Alexander Gallus legt mit diesem Buch ein Werk
vor, das den Weg von vier Weltbühne-Autoren ausführlich nachzeichnet:
Kurt Hiller, Axel Eggebrecht, William S. Schlamm und Peter Alfons Steiniger.
Gallus legt dar, warum er gerade diese vier ideologisch heterogenen Autoren
der Weltbühne für seine Untersuchung heranzieht. Eine ausführliche
Würdigung der Forschungsgeschichte zur Weltbühne bildet den Auftakt
dazu, gefolgt vom intellektuellen und politischen Wirken dieser Autoren.
Auf mehr als 70 Seiten wird dann das Wirken Kurt Hillers gewürdigt, beginnend
mit dem Aktivismus und dem Einstieg als Autor der Weltbühne. Es folgen
Hillers publizistisches Wirken im Exil und seine Aktivitäten für
einen freiheitlichen Sozialismus mit dem Neusozialistischen Bund.
In seine Ausführungen lässt Gallus zahlreiche Zitate aus Hiller-Briefen
in den Archiven Schiller-Nationalmuseum Marbach, Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn
und dem Institut für Zeitgeschichte München einfließen.
Die Darlegungen Gallus' sind so materialreich, dass sie Teil einer noch zu
schreibenden Monographie über Kurt Hiller sein können. Einzig die
Exilzeit und die Remigrationszeit Hillers in Hamburg anhand von Briefwechseln
aus dem Hiller-Nachlass können für eine noch detailliertere Untersuchung
heranzogen werden. Ansonsten spiegelt das Buch den aktuellen Stand der Hiller-Forschung
in hervorragender Weise wider.
Abschließend untersucht Gallus die Beziehungen der vier genannten Weltbühne-Solitäre
untereinander und vergleicht deren intellektuelles Rollenverständnis.
Eggebrecht brachte es nach 1945 auf einige Medienpräsenz als Rundfunkjournalist.
Schlamm wandelte sich vom Kommunisten zum strammen Konservativen. Steiniger
wurde parteitreuer Marxist-Leninist, der sich später abfällig über
die Weltbühnen-Zeit äußerte.
Im Kapitel über Hiller greift Alexander Gallus vor und berichtet bereits
ein wenig darüber, dass Hiller für den britischen Geheimdienst gearbeitet
habe, allerdings mit wenig spektakulären Informationen. Genaueres hierzu
wird in der Dissertation seines Doktoranden Daniel Münzner nachzulesen
sein.

Der Bremer Architekt Klaus Hübotter finanzierte diese
Gesamtausgabe des Briefwechsels zwischen ihm und Kurt Hiller. Zusätzlich
Fotos und Nachträge in diesem Buch, zum Preis von 15 inkl. Porto
beim Webmaster zu bestellen.
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Peter Lang Verlag, 269 S. 44,80
Wolfgang Beutin legt einen Band mit verschiedenen Aspekten
zu Karl Kraus vor. Dabei u.a. ein Beitrag zur Wiener Moderne, über "Sittlichkeit
und Kriminalität" (mit Vergleich zu Kurt Hiller), und über die
schwierige Beziehung Karl Kraus - Kurt Hiller.
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Leipziger Universitätsverlag, 303 S. mit
zahlreichen Fotos, 29
Raimund Wolfert von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft hat
den umfangreichen Briefwechsel zwischen Kurt Hiller und Bruno Vogel in diesen
Band eingearbeitet. Allein deshalb schon bietet das Buch viel Neues zu Bruno
Vogel.
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Brigitte Laube: "Dennoch glaube ich an den
messianischen Geist". Kurt Hiller (1885-1972). Aspekte einer deutsch-jüdischen
Identität.
Klartext-Verlag Essen 2011.
374 S., 38
Das Jahresende 2011 brachte uns eine hochinteressante
Neuerscheinung: die Dissertation von Brigitte Laube an der Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf.
Brigitte Laube füllt eine grosse Lücke
in der bisherigen Hiller-Forschung, indem sie die deutsch-jüdischen Wurzeln
Hillers beleuchtet. So geht es in einigen Kapiteln des Buches um Hillers Berlin
im deutsch-jüdischen Kontext, um Hillers Auseinandersetzung mit dem "judäosophischen
Problem" und um den messianischen Geist Hillers und seine jüdischen
Antriebsfedern.
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Lorenz Gösta Beutin, Wolfgang Beutin, Ernst
Menachem Heilmann (Hrsg): In Nürnberg machten sie ein Gesetz. Tagungsband
zu einer Veranstaltung in Prora auf Rügen im Oktober 2010. 189 S., 29,80
. Peter Lang Verlag 2011.
Die Vorträge dieser Tagung sind in diesem
Band zusammengefasst. Wolfgang Beutin berichtet über die Hintergründe
der "Nürnberger Rassegesetze", deren Auswirkungen in mehreren
weiteren Vorträgen dargestellt werden.
Gerd Biegel referiert über rassisch und politisch
Verfolgte, von denen beispielhaft Kurt Hiller von Harald Lützenkirchen
als Einzelschicksal vorgestellt wird. Neben anderen Einzeldarstellungen wie
über Edgar Zilsel (von Johann Dvorak) wird über NGOs und Gewerkschaften
und deren zukünftige Aufgaben referiert (Claudia Wörmann-Adam).
Ferner enthält das Buch Thesen und Fotos
von der Tagung.
Ein materialreiches Werk !
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Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft,
Nr.48, Dezember 2011
Diese wieder interessante Ausgabe der MHG bringt
auf den Seiten 29-52 einen umfassenden Artikel von Raimund Wolfert über
die IFLO, einer Bremer Homosexuellenorganisation in den 50er-Jahren. Titel:
Mehr als tanzen, tunten, schwuchteln, sich bewundern lassen. Die Internationale
Freundschaftsloge (IFLO) im Kampf gegen ein "törichtes" Gesetz.
Raimund Wolfert schildert die Situation der Homosexuellen
im Nachkriegsdeutschland, stellt Bremer Aktivisten wie Friedrich Rickel vor
und schildert deren Bemühungen um öffentliche Anerkennung ihrer Interessen.
Hierzu hat Wolfert auch den Briefwechsel zwischen
der IFLO und Kurt Hiller ausgewertet, wie er im Nachlass Hillers erhalten geblieben
ist. Ausser mit Ratschlägen ist Hiller aber für diese Organisation
nicht tätig geworden. Dies alles ist gut geschrieben nachzulesen.
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Berlin Friedenau 1933-1945. Ein Lesebuch.
Edition Friedenauer Brücke, 380 S.
In diesem von Hermann Ebling und Evelyn Weissberg
herausgegebenen Buch sind Texte von Friedenauern und über Friedenau zusammengestellt,
mit einem ausführlichen Anmerkungsapparat.
Von Kurt Hiller wird auf S.20-23 ein Auszug aus
seiner Autobiographie wiedergegeben, bezüglich des Überfalls der
SS 1933 auf seiner Friedenauer Wohnung. Im Anhang wird auf S.272-276 eine Biographie
Hillers gegeben, mit weiteren Auszügen aus dessen Autobiographie.
Ein vielseitiges Lesebuch über die schwierige
NS-Zeit in Friedenau.
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Fokus Exil 2011.
Aus der Arbeit der Weichmann-Stiftung.
Dieser im Buchhandel nicht erhältliche Band
berichtet über Tagungen und Vortragsabende der Weichmann-Stiftung.
Auf S.18-28 findet sich eine mit Fotos angereicherte
Schilderung des Vortragsabends in Hamburg 2009, auf dem Werner Riegel und Peter
Rühmkorf als Literatenkollegen Hillers vorgestellt wurden. Auszüge
aus den Interviews des Abends mit Wolfgang Beutin, Till Böttger und Klaus
Rainer Röhl lassen die Diskussionsthemen lebendig werden.
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"Ich glaube, wir verstehn
uns". Klaus Mann und Kurt Hiller - Weggefährten im Exil. Briefwechsel
1933-1948.
Hrsg.v. Rüdiger Schütt
Edition text + kritik, 208 S. 19,80

Mit einer ausführlichen Einleitung
dem kompletten Briefwechsel
zahlreichen Abbildungen
Im Anhang:
Briefe Hillers an Fritz Landshoff
Hillers Artikel "Die Aufgabe" aus Manns
Zeitschrift "Die Sammlung"
Klaus Mann: Kurt Hillers Prosa
Klaus Mann: Kurt Hiller zum 50.Geburtstag
Editorische Notizen, Personenverzeichnis
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Im Juni 2010 fand in der ver.di-Bildungsstätte
Clara Sahlberg am Wannsee eine Tagung zum Thema "Der Sturz in die Barbarei
1933" statt.
Dieser Tagungsband versammelt die Vorträge
des lehrreichen Wochenendes mit Musik und Filmvorführung.
Nachzulesen im Band sind u.a. Vorträge von
Wolfgang Beutin über die jüdischen Künstlerinnen Lisa Fittko,
Valeska Gert und Adrienne Thomas, von Johan Dvorak über Karl Kraus, von
Gerhard Wagner über den Film "Casablanca", über das Exil
in Südfrankreich, über Ilse Aichinger, Franz Werfel, Walter Benjamin,
Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Jakob Wassermann und zu Ehren von Jost Hermand.
Harald Lützenkirchen ist im Band vertreten mit dem Vortrag "Gewarnt,
gefoltert, geflüchtet. Der Leidensweg des Schriftstellers Kurt Hiller".
272 S., Talheimer Verlag 2011, 29
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Am Donnerstag, den 14. April 2011, eröffnete
Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke um 14 Uhr im Foyer des Bezirksamts Eimsbüttel,
Grindelberg 66, die Ausstellung ,Künstler im Block Die Grindelhochhäuser
als Ort kulturellen Lebens. Ich freue mich darauf, interessierten
Gästen eine Auswahl kreativer und zum Teil prominenter Bewohner/innen
der Grindelhochhäuser zu präsentieren, sagt die stellvertretende
Projektleiterin Alexandra Veith von der MuseumsWerkstatt.
Die Ausstellung ist bis einschließlich 21. April im Bezirksamt zu sehen.
Ab 27. April 2011 wird die Ausstellung mit weiteren Ausstellungstafeln (aus
Platzgründen kann im Bezirksamt vorerst nur ein Teil der Tafeln präsentiert
werden) im Grindel Art Treff, Hallerstraße 1d, präsentiert. Interessierte,
die die Ausstellung im Bezirksamt verpasst haben, können diese dann montags
bis.freitags von 9 bis 15 Uhr im Grindel Art Treff ansehen.
Kurt Hiller (auf dem Plakat oben Mitte) ist als
Bewohner der Grindelhochhäuser auch auf der Ausstellung vertreten. |